Master Humanmedizin

Das Stu­dium der Human­medi­zin dauert 6 Jah­re und unter­liegt in der Deutsch­schweiz einer Zu­las­sungs­beschrän­kung (numerus clausus, Eignungs­test). Seit 2009 ist das Stu­dium unter­teilt in einen Bachelor­studien­gang (Jahre 1 bis 3) und einen Master­studien­gang (Jahre 4 bis 6). Das Studium ist sehr prob­lem­orien­tiert und praxis­nahe auf­ge­baut. Viel Studien­zeit findet in Klein­gruppen oder am Kranken­bett statt.

Das Medizinstudium ist eine eidgenössisch geregelte strukturierte universitäre Ausbildung von sechs Jahren (drei Jahre Bachelorstudium und drei Jahre Masterstudium). Alle sechs Studienjahre werden an den Universitäten Basel, Bern, Lausanne, Genf und Zürich angeboten. Das Bachelorstudium kann auch an der Universität Freiburg absolviert werden. Nach den erfolgreich abgeschlossenen sechs universitären Studienjahren Medizin muss die Eidgenössische Prüfung Humanmedizin gemäss Medizinalberufegesetz MedBG abgelegt werden. Das Bestehen dieser eidgenössischen Prüfung ist Voraussetzung für die anschliessende, vom SIWF (Organ der FMH: Schweizerisches Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung) geregelte obligatorische Weiterbildung an Spitälern und in Arztpraxen, die mit einem Facharztexamen abgeschlossen wird. Erst jetzt können die Ärztinnen und Ärzte selbständig und in eigener Verantwortung kranke Menschen betreuen. Es folgt die berufsbegleitende Fortbildung, die heute von den medizinischen Fachgesellschaften vorgeschrieben und überprüft wird.

Basisinformationen
Abschluss: Master of Medicine, Universität Bern
Umfang: 180 ECTS
Angebot: Mono 180 ECTS
Studiendauer: 6 Semester
Unterrichtssprache: Deutsch
Studienbeginn: Herbstsemester

Im Zentrum des Masterstudiums (Studienjahre 4 bis 6) steht die klinisch-praktische Arbeit an Patientinnen und Patienten. Der direkte Kontakt bereits während des Studiums mit der realen Berufswelt und den Patientinnen und Patienten ist für die Ausbildung der Studierenden der Humanmedizin ganz entscheidend. Das Masterstudium umfasst eine Kombination aus klinischen Vorlesungen und klinischen Praktika.

Der Einführungskurs Praktika EKP (14 Wochen) zu Beginn des 4. Studienjahres ist eine Vorbereitung auf die anschliessenden klinischen Blockpraktika an verschiedenen Spitälern und in Hausarztpraxen. Der Schlusskurs I (14 Wochen) zu Beginn des 5. Studienjahres und der Schlusskurs II (16 Wochen) gegen Ende des 6. Studienjahres rahmen als Wissensblöcke und Repetitionsveranstaltungen das praktische Wahlstudienjahr (WSJ) ein. Während des Masterstudiums haben die Studierenden zudem die Aufgabe, zu einem spezifischen medizinrelevanten Thema eine Masterarbeit zu verfassen. Eine schriftliche Prüfung findet je im Studienjahr 4 und 5 statt. Dazu kommt eine klinisch praktische Prüfung im Studienjahr 5. Auch im Masterstudium erfolgt die Bemessung der Studienleistungen gemäss dem europäischen Kredittransfersystem (ECTS). Am Ende der drei Studienjahre wird der Titel Master of Medicine verliehen. Der Master of Medicine ist Voraussetzung für die Anmeldung zur Eidgenössischen Prüfung Humanmedizin. 

Das „Berner Curriculum“ unterteilt sich in zwei Abschnitte: das Bachelorstudium (Jahre 1 bis 3) und das Masterstudium (Jahre 4 bis 6). In den letzten Jahren wurden zuerst die drei ersten Studienjahre (Bachelorstudium), danach die Studienjahre 4 bis 6 (Masterstudium) reformiert. Insbesondere ging es darum, das Studium den modernen Erkenntnissen der Erwachsenenbildung anzupassen. Mit diesen Reformen entspricht das Medizinstudium in Bern auch allen Anforderungen der Bologna-Reform und des Medizinalberufegesetzes.

Die Qualität der sechsjährigen Ausbildung wird systematisch und kontinuierlich evaluiert, gesichert und weiterentwickelt. Die Evaluation liefert Entscheidungsgrundlagen für mittel- und langfristige Planungen, ist Teil der Rechenschaftsablegung der Fakultät gegenüber der Universität und dient als Grundlage für die Akkreditierung des Ausbildungsganges Medizin.

Individuelle Studienvoraussetzungen

Folgende Studienausweise berechtigen zur Zulassung zum Mono Humanmedizin:

a) Bachelorabschluss in Humanmedizin der Universität Bern
b) entsprechender Studienabschluss einer in- oder ausländischen medizinischen Fakultät, der generell oder im Einzelfall als gleichwertig anerkannt worden ist

Liegt der Bachelor-Abschluss mehr als fünf Jahre zurück, besteht kein Anspruch auf Zulassung zum Masterstudiengang. Es wird von Fall zu Fall über die Zulassung sowie über die nötigenfalls damit verbundenen Auflagen entschieden.

Die Anzahl der Studienplätze ist beschränkt. Eine Zulassung ist nur möglich, wenn alle Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind und ein Studienplatz vorhanden ist.

Anspruch auf einen Studienplatz im darauf folgenden Masterstudiengang mit Zulassungsbeschränkung hat, wer

1. im vorangehenden Semester das Bachelorstudium in Bern erfolgreich abgeschlossen hat
2. aufgrund von Vereinbarungen mit anderen Schweizer Hochschulen übernommen werden muss

Weitere freie Studienplätze werden nach folgender absteigender Priorität vergeben an:

a) Bewerbende, die den Bachelorstudiengang in Humanmedizin an der Universität Bern erfolgreich absolviert haben
b) Bewerbende mit einem Bachelorabschluss in Humanmedizin einer anderen Schweizer Universität
c) Bewerbende mit einem Bachelorabschluss in Humanmedizin aus dem Ausland

 

Sprachanforderungen

Bewerbende mit einem ausländischen, nicht deutschsprachigen Studienausweis, müssen ihre genügenden Deutschkenntnisse analog dem Deutschtest-Reglement der Universität Bern nachweisen.

Anmeldetermin: 15. Februar; verspätete Anmeldungen sind nicht möglich
 
Für Fragen zur Bewerbung und Zulassung kontaktieren Sie die Abt. Zulassung, Immatrikulation und Beratung
 

Bisherige UniBE Studierende

Beantragen Sie den Wechsel auf den Master of Medicine mit dem Semesterkontrollblatt.
Ablauf und Zeitpunkt der Erneuerung der Semestereinschreibung

Nach dem Masterstudium muss die Eidgenössische Prüfung Humanmedizin gemäss Medizinalberufegesetz MedBG abgelegt werden. Das Bestehen dieser eidgenössischen Prüfung ist Voraussetzung für die anschliessende, vom SIWF (Organ der FMH: Schweizerisches Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung) geregelte obligatorische Weiterbildung an Spitälern und in Arztpraxen, die mit einem Facharztexamen abgeschlossen wird. Erst jetzt können die Ärztinnen und Ärzte selbständig und in eigener Verantwortung kranke Menschen betreuen. Es folgt die berufsbegleitende Fortbildung, die heute von den medizinischen Fachgesellschaften vorgeschrieben und überprüft wird.

Informationen zur eidg. Prüfung Humanmedizin gemäss Medizinalberufegesetz MedBG ab 2011